Drehwurm oder was?

Seit Februar 16 nehmen unsere Klassen  S1a und S1b ein mal wöchentlich an folgendem psychomotorischen Angebot in Zusammenarbeit mit dem Verein Sprungkraft e.v. teil:

„Drehwurm oder was?“

 

Drehend, redend, hüpfend und laufend neue Räume erfahren

Konzeption für ein psychomotorisches Bewegungsangebot  im Klassenraum für Grundschüler der ersten Klasse der Hans-Christian-Andersen-Schule

Ohne Turnhalle trotzdem mit allen Sinnen in Bewegung bleiben und dabei in vielfältiger Weise die Kompetenzen der Kinder zu unterstützen, ist Ziel dieses Angebotes.

Das Sportangebot ist psychomotorisch orientiert. „Psycho“ stammt aus dem Griechischen und hat die Bedeutung „Seele, Leben“ und Motorik leitet sich aus dem lateinischen Wort „movere“, also Bewegung, ab. Die psychomotorische Idee geht in Deutschland im Wesentlichen auf die Arbeit von Ernst J. Kiphard zurück. Er setzte die Erkenntnis, dass Bewegung, Wahrnehmung und Erleben unmittelbar zusammenhängen seit ca. Ende der 1950 er Jahre pädagogisch und therapeutisch um. Seither gibt es eine vielfältige theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Thema Psychomotorik.

Durch gezielte psychomotorische Spiel- und Bewegungsangebote sollen die Kinder ihre Ich-, Sozial und Material-Kompetenz sowie ihre sprachliche Kompetenz erweitern.

Die Ich-Kompetenz umfasst dabei, seine Fähigkeiten im Bereich Bewegung und Wahrnehmung (z.B. Beweglichkeit, Ausdauer, Körperkoordination, Schnelligkeit, Gleichgewicht, Entspannung und Körpergefühl) kennen zu lernen und zu erweitern sowie seine Fähigkeiten in sein Selbstwerterleben einzuordnen. Die Erweiterung der Sozial-Kompetenzen umfasst Regeln, Absprachen, Vereinbarungen erfassen, einhalten oder aushandeln lernen, Abwarten lernen und gemeinsames Handeln einüben sowie Misserfolge ertragen können. Die Material-Kompetenz wird durch den kreativen und abwechslungsreichen Umgang verschiedener (Klein-)Materialien ausgebaut, dies bedeutet z.B. ein Springseil kann zum Hüpfen genauso genutzt werden, wie im Spiel als Schlange, als Abgrenzung oder als Rasenmäher.

Durch die Versprachlichung von Bewegungsabläufen oder Handlungen, durch gezielte Beschreibungen (z.B. Handrücken, Oberschenkel in Bewegungsgeschichten), durch die Darstellung von Adjektiven (z.B. traurig, fröhlich, stark, langsam) in Bewegung, durch die aktive Erfahrungen von z.B. Präpositionen oder lokalen Adverbien (z.B. rechts, links, hinten, an, auf, dort,) in Spielangeboten kann die kommunikative Kompetenz der Kinder gestärkt und gefestigt werden.

 

Zeitungen, Bierdeckel, Seile, Bälle, Tücher, Säckchen und kleine Matten sollen von den Kindern im kreativen Sinne kennengelernt werden, Bewegungsgeschichten durchlebt und kooperativ so manche Aufgabe bewältigt werden. Hoffentlich bekommen nur die mitgebrachten Materialien dabei einen Drehwurm.

 Sprungkraft e.v.

Birgit Krause                                               Sarah Prasse

Diplom-Pädagogin                               Motopädin

1. Vorsitzende                                    stellv. Vorsitzende

Und so sieht es konkret aus: